Samstag, Januar 18, 2020

Synth Riders im Test – Party in der Zukunft

Unter VR-Enthusiasten ist Beat Saber der Inbegriff von Rhythmus-Spielen, warum also ein anderes ausprobieren? Vielleicht, weil es einiges anders macht, oder eine bessere Musik-Auswahl hat. Ob Synth Riders auch seine Daseinsberechtigung unter den VR-Musikspielen hat, haben wir uns mal genauer angesehen.

Getestet wurde die Questversion mit einem vom Entwickler zur Verfügung gestellten Key.

80er Flashback

Die komplette Optik von Synth Riders erinnert stark an die 80er Jahre: Neon-Farben, Pink und die typische futuristische Optik, in der viele Musikvideos von damals gestaltet waren. Gesteuert wird alles mittels zweier Kugeln, welche eure Hände ersetzen. Mit eben diesen betätigen wir heranfliegende Kugeln. Zum Teil gibt es auch Verkettungen, die wir mit dem Controller abfahren, auf Außenstehende wirkt dies wie ein flüssiger Tanzmove. Da auch Hindernisse auftauchen, denen wir ausweichen müssen und dazu die zu treffenden Kugeln in ihrer Höhe variieren, kommt ganz schon Bewegung in das Gameplay. Aktuell fehlt noch eine Art Kampagne, aber mit 31 Tracks haben wir schon genug Content, damit nicht direkt Langeweile aufkommt.

Links oder rechts?

Neben den schon erwähnten Kugelvariationen gibt es noch eine weitere sehr interessante Variante. Die Grünen, welche wir wahlweise mit der rechten oder linken Hand aktivieren. Haben wir uns für eine Seite entschieden, so müssen wir diese beibehalten, bis die Kombo-Kette vorüber ist. Dies erfordert im ersten Moment ein wenig Eingewöhnungszeit, hat man es aber verinnerlicht, so geht es fast von selbst. Der gesamte geforderte Körpereinsatz bringt einen ganz schön ins Schwitzen. Auch wenn ich hier wieder den Vergleich mit Beat Saber ziehe, doch bei Synth Riders wird einem an Bewegungsmustern einfach mehr abgefordert. Abwechslungsreich ist auch der änderbare Hintergrund, so dass wir nicht bei jedem Durchgang die gleiche Umgebung betrachten müssen. Wenn wir schon bei Abwechslung sind: Synth Riders unterstützt eigene Lieder. Hierfür gibt es einen eigenen Editor, mit dem ihr die selbst gestalteten Tracks bequem per Datenkabel auf eure Quest laden könnt. Alles ohne Entwicklermodus oder Sidequest, wie es bei Beat Saber der Fall war, denn dies ist mittlerweile auch nicht mehr möglich.

Das Gesamtkonzept geht auf

Der mitreißende Synthie-Soundtrack, die grellen Farben und das geniale Movement passen zusammen wie der Deckel auf den Topf. Auch wenn ich nicht der Riesen-Fan von Rhytmus-Spielen bin, so muss ich sagen: Synth Riders kann mich durchaus begeistern. Der Einstieg ist relativ einfach, jedoch kann für Fortgeschrittene der Schwierigkeitsgrad auch angehoben werden. Wenn noch ein Party-Modus folgt, hat man ein Gesamtpaket, in welchem die Bewegungen für Außenstehende mit Sicherheit nicht so befremdlich aussehen wie bei anderen Genre Vertretern.

Synth Riders ist eine erfrischende Alternative im Rhytmus-Games Segment auf der Quest. Beat Saber wird es mit Sicherheit nicht vom Thron stoßen, dafür ist die Saber-Gemeinde einfach zu groß. Jedoch kann es mit seinen Custom-Songs und dem andersartigen Movement-System durchaus einige Pluspunkte sammeln. Machen wir uns nichts vor: Dieses Genre ist im VR-Bereich hart umkämpft und gefühlt jedes dritte Spiel geht in diese Richtung. Wir haben hier definitiv keine Eintagsfliege, aber auch keinen Genre Primus.

Grafik
8
Sound
9
Gameplay
7
Umfang
9
Steuerung
7
Immersion
10
Marcel Wunnenberg
Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!

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