Sonntag, Januar 19, 2020

Test zum HONOR Band 5 – Wohin mit den ganzen Gutscheinen und Geldgeschenken? (Teil 2)

Das Honor Band 5 wurde uns von Honor zum Testen überlassen. Dieser Umstand wirkt sich jedoch in keinster Weise auf unsere Wertung aus!

Im Rahmen dieser kleinen Serie an Tests jetzt direkt im neuen Jahr, haben wir euch bereits die BENQ Screenbar LED vorgestellt und als “empfehlenswert” gewertet. Ein ideales Objekt um seine geschenkten Gutscheine in anfassbare Hardware umzutauschen. Wer jedoch evtl. neben seinem Geld und seinen Gutscheinen, auch noch ein paar Pfunde loswerden möchte (Stichwort: Gute Vorsätze), der findet evtl. Geschmack am Honor Band 5.

Und es beginnt

Im Rahmen des IFA-Events von Honor haben wir das smarte Band vom Smartphone Hersteller HONOR zum Testen erhalten. Und das haben wir, bzw. ich gemacht. Ausführlich. Die IFA ist ja schon ein paar Tage her. Aber Kurztests zum Band 5 gab es auch genug. Interessant ist doch, was so ein Gadget über Zeit leistet.

Das Honor Band 5 in seiner eleganten Schlichtheit
Das Honor Band 5 in seiner eleganten Schlichtheit

Eins unter vielen

Das Honor Band 5 kommt unspektakulär daher. Klar. Ist ein FitnessBand wie viele da draußen. Der Unterschied zum Bsp. im Vergleich mit Fitbit oder auch Smartphoneherstellern, ist bei HONOR nämlich der Preis. Rufen die ehemaligen Platzhirsche gerne Preise jenseits der 100 € auf, ist das Honor Band 5 für gerade mal 30 – 40 Euro zu haben. Als direkte Konkurrent in diesem Preissegment ist das XIAOMI MiBand 4 zu sehen. Mit diesem Smartband werde ich auch vergleichen. Das MiBand 4 hatte ich bereits und auch in Berlin dabei.

Unscheinbar, aber effektiv designed

Viel gibt es optisch erstmal nicht zu sagen zum Honor Band 5. Es ist ein klassisches Smartband. Es wirkt aber wie aus einem Guss. Zum Vergleich beim MiBand 4. Hier sind Band und Uhr auch optisch getrennt. Man setzt die Uhr von unten in das Band ein und zieht dieses dann an. Sichtlich irritiert war ich also und dachte schon, es könne ja nicht sein, dass ich ewig mit diesem Gummiding am Handgelenk rumlaufen muss. Und so ist es auch nicht! Das Band lässt sich links und rechts neben der Uhr lösen. Dazu muss jeweils ein kleiner “Nupsi” aus dem Gerät gefummelt werden, Fingernägel sind hier echt hilfreich. Aber das klingt auch schon zu hart! Der Vorgang ist problemlos zu erledigen. Danach kann man die Bandenden abziehen und gegen neue ersetzen. Zu Kaufen gibt es neue Bänder über die üblichen Verdächtigen aus Asien, wie Gearbest und AliExpress. Doch auch bei Amazon.de erhaltet ihr Ersatz- bzw. Austauschbänder. Dann auch Metall, Leder, Stoff, Gummi, etc. Die Auswahl ist riesig.

Der "Nupsi" in Aktion, aber die Nummer ist leicht erledigt
Der “Nupsi” in Aktion, aber die Nummer ist leicht erledigt

Weiter im Funktionsvergleich. Im Grunde machen nämlich MiBand 4 und Honor Band 5 alles gleich. Ich kann meinen Puls bestimmen lassen, meine Schritte werden getrackt, ich kann einstellen, welche Sportart ich gerade vor habe zu betreiben. Dies ist dann auch immer sicherer, als das Band versuchen zu lassen, die Sportart zu erkennen. Beim Sport wird dann auch wesentlich öfter der Puls gemessen. Auch könnt ihr eure Musik auf dem Smartphone mit dem Band steuern. Soweit so gut. Doch hat das Honor Band 5 denn nun Vorteile gegenüber dem MiBand 4?

Von der Masse abheben

Ja! Genau zwei große Vorteile. Einen davon habe ich in der Präsentation damals zwar mitbekommen, aber irgendwie ignoriert. Meine Freundin aber hat die gleiche Präsentation gesehen und wusste direkt, was an diesem Feature wichtig ist. Jeder, der ein Smartband oder eine Smartwatch nutzt, kennt das Licht, dass unser Gadget ausstrahlt, wenn der Puls gemessen wird. Bei Watches nicht so schlimm, sind diese von sich aus breiter. Bei Bändern aber strahlt das Licht schon mal gerne heller als man möchte. Gerade Nachts! Ich merke das nicht. Ich werde bei einem Brand wach, wenn ich geweckt werden oder mir zu heiß wird, das Licht der Flammen rettet mich sicherlich nicht. Meine Freundin aber kennt das Licht des MiBand 4 zu Genüge. Tada. Nun ist das Honor Band 5 da und dieses schaltet nachts in den Night Mode und misst den Puls dann nur über Infrarot-Licht. Wir kennen das von Fernbedienungen. Vorteil: Menschen sehen dieses Licht nicht! Es klappt und es klappt wunderbar.

Kann nicht nur hell - das Honor Band 5 misst euren Puls in der Nacht mit einem Infrarotlicht
Kann nicht nur hell – das Honor Band 5 misst euren Puls in der Nacht mit einem Infrarotlicht

Und noch weiter abheben!

Der zweite Vorteil wurde via Update nachgeliefert. Als eins der wenigen Smart-Gadgets kann das Honor Band 5 mehr als nur den Puls messen. Der Sensor an der Bandunterseite kann die Sauerstoffsättigung des Blutes messen. Gerade beim Sport ist dies interessant. Wer sich intensiv mit Sport und dabei anfallenden Daten beschäftigt wird hier viel draus ziehen und seinen Sport effektiver gestalten können. Aber auch “Normalos”, die Casual-Sportler, können anhand der gemessenen und groben Richtwerten ermitteln, ob bei Ruhe oder Anstrengung die Sauerstoffsättigung auf einem normalen Niveau ist.

Wichtig: Beim Honor Band 5 handelt es sich um ein Gadget und nicht um ein medizinisches Gerät! ABER: Smartbänder und andere Gadgets die Health-Funktionen unterstützen, können Informationen liefern, die dann beim Arzt genauer gemessen und überwacht werden können. Ein Schaden entsteht niemandem, wenn er aufgrund von Werten die sein Smartband ihm liefert, einen Arzt konsultiert!

Auf einmal trage ich eine Uhr

Das Honor Band 5 begleitet mich nun seit fast einem halben Jahr. Ich trage es immer, beim Arbeiten, beim Schlafen, Duschen, Baden, etc. Im Vergleich liefern beide von mir genutzten Smartbänder (MiBand 4 und Honor Band 5) ähnliche Werte, was Puls und auch Schrittzähler angeht. Natürlich sind die Werte nicht identisch. Müssen sie aber auch nicht sein. Entweder zählt das Honor oder das Xiaomi Band ein bisschen ungenauer. Oder beide und hochgebrochen alle Schrittzähler. Darum geht es aber auch nicht. Abends auf den Schritt genau zu wissen, wie viel man gelaufen ist. Selbst bei einer Abweichung von 1000 Schritten, hat man sich bei Erreichen des selbst gesteckten Ziels ausreichend bewegt. 1000 Schritte mehr oder weniger sind hier vollkommen egal. Ich mache persönlich nun nicht mehr Sport als vorher. Aber nach Einsatz meiner Bänder, weiß ich nun, dass ich bereits auf der Arbeit 12000 – 15000 Schritte jeden Tag mache. Und genauso dass ich Sonntags wesentlich weniger laufe. Das reine Bewusstsein über diese Umstände, sind ja schon hilfreich. Wechsel ich mal den Job, werde ich diesen Wert kompensieren müssen und habe mit dem Honor Band 5 den idealen Companion gefunden, dies zu schaffen!

Auch Durchhalten kann das Band 5 gut. Eine Akkuladung hält locker zwei Wochen. Natürlich ist dieser Wert variabel. Nutzt ihr täglich die intensive Sportüberwachung, oder lasst euren Schlaf aufzeichnen und analysieren, dann entlädt der Akkus sich natürlich schneller, als wenn ihr das Band weniger nutzt.

Kaufen, oder nicht?

Wie bei der BENQ Screenbar, kann ich auch beim Honor Band 5 eine glasklare Empfehlung aussprechen. Der Preis ist nochmal interessanter als beim Licht und der Einsatz als Companion zur Einhaltung der Guten Vorsätze auch nochmal mehr in den Alltag integriert. Schaut euch das Band doch einfach mal an. Mit Health gibt es von Huawei natürlich eine passende App für euer Android Smartphone. Diese ist klar strukturiert und einfach zu bedienen. Der Export in andere Gesundheitsapps ist auch gewährleistet, damit alle eure Health-Gadgets dann in einer einzelnen App wie Google Fit münden.

Timm Stenderhoffhttps://www.twitch.tv/bloodyamateuers
Chefredakteur bei Pixel. Magazin pausierender Twitch Streamer: https://www.twitch.tv/bloodyamateurs Koch Ich spiele seit Gameboy und C128. Danach kamen noch Amiga 500, diverse PCs, Konsolen von Sony, noch mehr Konsolen von Sony und nun auch wieder PC. Ich habe kein festes Genre, aber halte mich mittlerweile von OpenWorld-Games fern. Gebt uns den Schlauchlevel zurück!

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